Runter von der Straße

Mountainbiken durch die Dönche

Nun ist er fast da...der Herbst steht vor der Tür. In der zurückliegenden Saison wurden bis jetzt auch wirklich genügend Radkilometer auf der Straße abgespult und es ist an der Zeit, neue Wege zu gehen bzw. zu fahren. Die Zeitmaschine und mein Trainingsrenner haben mich wirklich gut und zuverlässig durch die Saison begleitet und über die vielen Straßen geführt. Genau da liegt aber auch die Einschränkung..."Straßen"! Was aber ist mit all den wunderschönen Wald- und Ackerwegen, die erkundet werden wollen?
Ein Grund mehr die schmalspurigen Renner beiseite zu stellen und auf's MTB zusteigen. Mountainbiken war für mich bisher absolutes Neuland und somit eine neue Erfahrung, denn "ich habe gar kein Mountainbike". Bevor ich mir also gleich ein weiteren Drahtesel kaufe, der mitteurem Zusatzequipmemt gefüttert und ausgerüstet werden will, habe ich mich erstmal umgehört und mir ein Testbike besorgt (Danke Micha). Um nicht gleich völlig planlos und ohne entsprechende Off-Road-Fahrkünste ins anspruchsvollste Gelände zu fahren, biete sich die Dönche, ein nahegelegendes Naturschutzgebiet in Kassel, für die erste Ausfahrt und zum Mountainbiken an.
Wer lieber läuft, findet hier abseits der urbanen Laufreviere eine Vielfalt un Vielzahl von unterschiedlichen Wegen in herrlicher Umgebung. Von flach bis stark profiliert ist im Grunde Alles möglich und bietet somit eine gelungene Abwechslung zu Fuß oder mit dem Rad.
Durch die Dönche hindurch ging es dann weiter bis auf 434,2 m ü. NHN... hinauf zum Bismarckturm, der sich im nahegelegenen Naturpark Habichtswald befindet. Der Aufstieg auf die Aussichtsplattform des Bismarckturms lohnt sich auf alle Fälle. Von dort aus eröffnet sich ein wunderschöner Blick über Kassel. Deutlich zu erkennen ist auch Kasselers Beckenlage im umgebenden Mittelgebirge.

Bismarckturm-Kassel-Rüdiger-Krahe

Blick vom Bismarckturm auf dem Brasselsberg über Kassel

Von Oben ging es dann in einer rasanten Abfahrt wieder zurück zum Ausgangspunkt. Abseits der Straße mit dem Rad unterwegszu sein, war für mich eine neue und schöne Erfahrung, die ich in Zukunft auf alle Fälle wiederholen und ausbauen werde. Die Haltung auf dem MTB empfand ich nur in den ersten Minuten gewöhungsbedürftig. Viel nervender war zunächst die im Gegensatz zum Rennrad stark reduzierte Fortbewegungsgeschwindigkeit. Man kurbelt und kurbelt und kommt doch nur langsam voran. ;-)
Genug jetzt, nun will ich mal das verdreckte Rad putzen...

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